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ERSTE | 30.08.2020 Sachsenpokal vs Radebeuler BC 08

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Pokal-Überraschung bleibt aus, Favorit setzt sich durch!

Es war alles angerichtet. Das lang geplante Sachsenpokalspiel gegen den Radebeuler BC stand endlich auf dem Programm und in Scharen strömten die Zuschauer in unser Johann-Gottlieb-Fichte Stadion. Ausgestattet mit einem frisch Gezapften in der einen, und einem mit unter waagemutig in der Farbe gewählten Regenschirm in der anderen Hand, waren die meisten auch bestens präpariert für die kommenden und torreichen 90 Minuten. Das es nur 90 waren, nehme ich schon mal vorweg. Auch wenn unter gewissen Umständen zumindest eine Verlängerung durch aus drin gewesen wäre.

Rammenau ging zum Start recht mutig zu Werke. So mutig, dass der Verfasser dieser Zeilen nicht mal den ersten Hochkaräter wahrnehmen konnte. In der Halbzeitpause kam aber zur Sprache, dass es einer aus der Kategorie – „Wenn er da noch ran gekommen wäre“ gewesen sein muss. War er aber nicht. Die folgenden zehn Minuten spielte Rammenau den Stiefel erst mal weiter. Resultat waren dann auch 3-4 Ecken und paar Abschlüsse, die aber alle samt nix einbrachten. Die Gäste aus Radebeul ließen die Rammschen Bemühungen offensichtlich auch recht kalt – mit der ersten Aktion im Spiel konnten sie auch gleich den 1:0 Führungstreffer erzielen – glücklich bis hierhin. Vorausgegangen war ein Abschluss vom rechten Strafraum-Eck, den Henker im Rammenauer Kasten noch abwehren konnte. Gegen den Nachschuss von Benda war dann aber nichts zu machen (14′). Edelweiß musste sich jetzt schütteln. Den Plan, lange die Null zu halten, mussten sie also bei Zeiten über den Jordan jagen. Es kam erstmal noch dicker. Nur drei Minuten später erlief sich Riedel einen viel zu kurzen Rückpass und stellte auf 2:0 für den RBC (17′).
Da sind die Messen gelesen, musste man annehmen. Aber Edelweiß biss sich nochmal rein. In der 22. Minute drosch Tobias Berthold einen Freistoß aus gut 30 Metern flach ins linke Eck. Da war der Mut wieder da. Wenn gleich die spielerische Klasse der Gäste mehr und mehr zum Tragen kam. Der nächste Tiefschlag für Rammenau kam dann in der 38. Spielminute. Christian Pötschke fragte bei einer harmlosen Einwurfentscheidung offenkundig nach dem Sehvermögen des Schiedsrichters. Schiedsrichter Seidl nestelte kurzer Hand an seiner Gesäßtasche und schickte Christian zum Duschen. Vielleicht hätten es es hier, in einem bis dahin unaufgeregten Spiel auch ein müdes Lächeln, die ehrliche Antwort auf die Frage und paar mahnende Worte an den Aufmüpfigen getan. So kam es nicht – Platzverweis, Unterzahlt und dann auch noch im Rückstand gegen den Favoriten. Lief schon mal besser. Edelweiß nun also noch mehr gefordert. Wollte man die zahlreich erschienen Zuschauer doch von einem regelmäßigen Besuch überzeugen. Und zumindest kämpferisch konnte man den 10 verbliebenen keinen Vorwurf machen. Mit dem Pausenpfiff dann das 3:1 für Radebeul. Ein klasse Freistoß von Benda sorgte für die vermeintlich zweite Vorentscheidung an diesem Tag, und beim Rammenauer Anhang für ein Gefühl aus Schmerz und Anerkennung. Pause.

Mit dem Start der zweiten Halbzeit keimte wieder Hoffnung auf. Tobias Berthold drang auf der linken Seite in den 16er ein und wurde gelegt. Cornelius Gries schnappte sich die Pille und verwandelte kaltschnäuzig (46′). Damit hatte Rammenau wieder Hoffnung, große Spielanteile sollten freilich nicht mehr zu stande kommen, aber für einen Treffer ist man ja immer gut. Die Hoffnung währte auch dieses Mal nicht allzu lange. In der 58. Spielminute war der Zahn dann gezogen. Erik Talke nagelte das Leder kompromisslos aus locker 28,72m in den oberen linken Knick. Wieder musste man auf den Rängen zähneknirschend zugeben, dass das schon ne geile Hütte war. Was dann blieb waren laufende Rammenauer und Radebeuler die den Ball hatten. Als Benda in der 78. das 5:2 schoss, war der Schmerz schon nicht mehr so groß. Zumindest für die schwarz-gelbe Anhängerschaft, die eine gut kämpfende Mannschaft gesehen hat. Den Schlusspunkt setzte dann Cornelius Gries. Gut erholt nach einer Woche Urlaub in Doksy, konnte er in der Schlussminute noch mal nachsetzen und einen Abpraller zum 3:5 Endstand vollenden.

Lange Zeit zum Trauern ist jetzt nicht. Am Sonntag beginnt endlich das Projekt Landesklasse für unsere Mannschaft. Zu Gast ist dann der SV Fortuna Trebendorf. Anstoß 15 Uhr.

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ERSTE | Drei Neue und zwei Abgänge .

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Das erste Pflichtspiel ist gespielt und die aufmerksamen Beobachter haben erkannt, dass da neue Gesichter im gelben Trikot über den Platz hirschten.

Da wäre zum einen Cornelius Gries,

der sich gestern zum Einstand gleich mal 2 Nüsse gönnte. „Grieser“, wie ihn die Oberlausitz nennt und kennt, kam ablösefrei von Einheit Kamenz, wo er zum absoluten Stamm gehörte. Nach gut 10 Jahren Profigeschäft, möchte es Cornelius nun etwas ruhiger angehen lassen. Als stolzer Familienvater rückt das Privatleben natürlich mehr und mehr in den Fokus. Mannschaftsintern ist Cornelius natürlich auch kein Unbekannter. Mit einigen Spezialisten ist er in seiner Sturm und Drangzeit um die Häuser gezogen sowie mit einem anderen Strategen sogar aufgewachsen. Fussballerisch wird er uns wohl überall helfen. Es gibt keine Position, die er noch nicht besetzt hat.

Nächster Kandidat: David Preuß.

David Preuß

David kam auch freiwillig, soviel vorweg. Im besten Fussballalter entschied sich David mit unserem SV Edelweiß das Projekt Landesklasse anzugehen. Der mit seiner Familie in Pulsnitz lebende Polizist, hat sich anstandslos ins Mannschaftsgefüge eingebracht und gibt auch auf dem Platz lautstark die Richtung an. Das imponiert natürlich auch Coach Gräfe, der so seine geschundenen Stimmbänder schonen kann. David hat in den vergangen Jahren schon paar Vereine gesehen. Beim FSV Zwickau ausgebildet, ging es für ihn über Stationen wie SV See 90 und Rot-Weiß Bad Muskau zur Eintracht nach Niesky, wo er in den letzten Jahren in der Landesliga seine Töppen schnürte. Mit seiner Präsenz und seinem Spielverständnis wird er in unserem Mittelfeld schon einiges richten.

Dritter und vorerst letzter Neuzugang: Fabian Wagner.

Fabian Wagner

Fabian hat sich im letzten Pflichtspiel vor der Pandemie nochmal ausdrücklich beworben. Als Gast im Fichtestadion brachte er im Februar seinen damaligen Arbeitgeber und Jugendverein SV Burkau nochmal zurück ins Spiel, als er das Leder ansatzlos aus gut 25m zum zwischenzeitlichen 2:3 in den Knick jagte, mussten sich unsere Jungs dann doch nochmal lang machen. Die ersten Lockversuche unternahm man ehrlicherweise schon im letzten Sommer. Damals lehnte er die Offerte noch ab. Unsere gut vernetzte Mannschaft, aus der sich schon vor Jahren einige in Fabi’s Leben schlichen, ließ aber nicht locker. So siegte letztlich die Freundschaft, gepaart mit der sportlichen Herausforderung und Fabian unterschrieb seine neues unbefristetes Arbeitspapier bei Schwarz-Gelb. Auf dem Platz werden wir ihn wohl meist in der Defensive und im Mittelfeld sehen. Tipp an die Mädels: hingucken lohnt sich!

Begrüßen heißt leider manchmal auch verabschieden. Max Gaube wird sich zukünftig nicht mehr die Fussballschuhe anziehen. Max kam vor einem Jahr zu uns, um uns das Herz zu erwärmen. Seine lockere und trockene Art brachten ihn von Beginn an Sympathiepunkte in der Mannschaft, von denen er aufgrund seiner robusten Zweikampfführung nicht immer viele beim Gegner ergattern konnte.

Und dann wäre da noch Bert Hadamus. Bert hat 2 Jahre bei uns gespielt. Seine beruflichen Verpflichtungen haben leider kaum einen geregelten Spielbetrieb für ihn zugelassen. Bert zieht es nun mit seiner Familie nach Thüringen. Seine Performance am Goldstrand werden wir in guter Erinnerung behalten.

Danke für euren Einsatz Männer, lasst euch regelmäßig sehen!
Den Neuzugängen natürlich einen guten Start und maximale Erfolge!

Und weil wir niemals mit schlechten Gefühlen ins Bett gehen sollten, beginnt hier und jetzt die kleine Miniserie zu unseren drei Neuzugängen. Den Anfang macht Cornelius mit einer, wie wir finden, ausgezeichneten Performance, ähnlich wie auf dem Platz:

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ERSTE | Spielplan der Landesklasse steht!

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2019.08.18 SVAD

Seit Wochen im Training, geht es für unsere Jungs nun in die heiße Phase der Vorbereitung. Wie der SFV nun bekannt gab, ist der Spielplan für die Debüt-Saison unserer ersten Mannschaft in Sachsens zweithöchster Spielklasse nun fest terminiert. Am 06. September, beginnt das Abenteurer Landesklasse für unseren Verein demnach mit einem Heimspiel gegen den SV Fortuna Trebendorf 1996. Eine Woche zuvor könnte bereits ein weiteres Highlight auf die Gräfe-Elf warten – wenn es im Sachsenpokal gegen den Radebeuler BC geht. Zumindest sieht das der Rahmenterminplan des Verbandes so vor. Ob es jedoch dazu kommt steht noch in den Sternen. Laut Homepage des SFV, steht dazu noch eine Bestätigung des Präsidiums aus.

Sei es wie es sei. Bis zum Pflichtspielstart ist freilich noch einiges zu tun. Im ersten Test gegen den neuformierten SC 1911 Großröhrsdorf, zeigte man sich im zweiten Abschnitt schon recht Treffsicher. Am Ende stand ein deutliches 8:0 auf dem Spielberichtsbogen. Ein Ergebnis, welches sicher nicht zu hoch eingeordnet werden sollte. Enorme Bedeutung hatte es hingegen das endlich wieder Leben in der Bude war. Reichlich Schaulustige und Edelfans fanden den Weg ins Fichte-Stadion, die das rollende Leder sicher genauso vermissten wie die Akteure selbst.
Jetzt heißt es fleißig sein, im Training die Körner holen und in den verbleibenden Testspielen sich den Feinschlief erarbeiten, um die neue Spielzeit eine gute werden zu lassen.

Alle Termine der Vorbereitungsspiele und der Landesklasse-Saison 20/21 findet findet ihr HIER

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ERSTE | 23.02.2020 gg. SV Burkau

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sv edelweiß rammenau vs sv burkau 2020

Rückrunde der Kreisoberliga Westlausitz 2020 gestartet!

Und besser hätte der Start nicht kommen können. Der SV Burkau, Gemeinde-Nachbar und langjähriger Kontrahent, wartete beim größten  Scheißwetter im heimischen Siegmar-Wätzlich-…(Entschuldigung!) Fichte-Stadion auf die Heimelf. Das bittere Pokal-Aus der letzten Woche sollte wieder gutgemacht werden und man ging motiviert ins Spiel.

Zu Beginn legte man auch los wie die Dampfwalze. Burkau wurde früh gepresst und war völlig überfordert. Manch einer der Spieler war wahrscheinlich noch in Wittichenau beim Fasching. Rammenau nutzte dafür bereits in den Anfangsminuten die vielen Chancen. So erzielte Tobi Berthold bereits nach acht Minuten das 1:0 nach schönerer Hereingabe. Der Druck der rammschen Mannschaft auf die Abwehr von Burkau hielt an, sodass Gaube im 16er zu Fall gebracht wurde und folgerichtig das Schiedsgericht auf den Punkt zeigte. Elfmeter waren ja in der Vergangenheit immer so eine Sache bei den Edelweißen. Conrad Wähner kniff die Arschbacken zusammen und verwandelte routiniert zum 2:0. Nur zwei Minuten später zeigte Schiedsrichter Mollinger erneut auf den Punkt – Handspiel wurde gefordert und auch das zurecht. Wähner ohne Probleme – 3:0. 14 Minuten gespielt und das Ding war gelaufen – denkste!

Rammenau sah sich nun schon am Pool in Bulgarien liegen und lies die Zügel etwas lockerer. Burkau stand nun nicht mehr so unter Druck und hatte Gelegenheit den Ball über die Mittellinie zu spielen. Irgendwie kam Lugge an den Ball und macht das 3:1. Burkau konnte wieder Luft holen.  In der 39. Minute dann das Highlight des Spieltages. Im rechten Halbfeld der Rammenauer ergaunerte Fabian „Die Wumme“ Wagner den Ball und zog aus 25 Meter ab. Ein Strahl zog an Keeper Henker vorbei und schlug im linken Eck ein. Traumtor – 3:2. Burkau jetzt mit Aufwind und die Rammschen hingen kurz in den Seilen. Kurz vor Schluss dann ein Ballverlust im Rammenauer Aufbauspiel. Es folgte eine Fehlerketter bei einem zentralen, langen Ball auf die Abwehrketter von Rammenau. Durch einen raffinierten Pass zwischen den Innenverteidigern vorbei lief Lugge allein auf den Hüter zu und verwandelte zum 3:3 Pausenstand.

Es regnete aus Kannen, Windböhen wie aufm Brocken und der Rasen wie bereits zweimal umgeackert, begann die zweite Halbzeit. Das Spiel nun ausgeglichener. Rammenau mit mehr Spielanteil, jedoch waren Großchancen auf beiden Seiten keine Mangelware. Der Platz machte es allen Spieler schwer und die Kraftreserven wurden weniger. In der 54. Minute kam es zum Freistoß in der Burkauer Hälfte. Eine ähnliche Postion von der Wagner bereits in der ersten Hälfte treffen konnte. Nun stand Patrick „Der Fuchs“ Herrmann bereit den Ball gekonnt vors Tor zu bringen. Doch er war gewitzt genug den Ball aufs Tor zu zirkeln, der Wind tat sein übriges und die Edelweißen jubelten zum verdienten 4:3. Das war dann auch der Endstand. Beide Teams schleppten sich die nächsten 30 Minuten über den Platz, Burkau versuchte den Ausgleich, Rammenau verteidigte gut und konterte klug- jedoch ohne weiteren Erfolg.

SV Edelweiß Rammenau vs SV Burkau 2020Edelweiß Rammenau lässt drei wichtige Punkte zu Hause, bei schweren Bedingungen, die sicherlich dem Gegner etwas in die Hände spielten. Wenn man an den ersten 20 Minuten ansetzt, hat man sicherlich große Chancen im oberen Tabellenbereich sich festzusetzen. Auch nach dieser Aufholjagd von Burkau erneut zurückzuschlagen und das Ding doch noch zu ziehen, zeugt von hoher Moral und Einsatzsbereitschaft in der Mannschaft.

Das für kommendes Wochenende geplante Auswärtsspiel beim SV Aufbau Deutschbaselitz wurde bereits vom Gastgeber abgesagt. Ein neuer Termin steht dabei noch nicht fest.

Faschingstraining SV Edelweiß Rammenau 2020Die Mannschaft grüßt sein Fans derweilen vom Faschingstraining des vergangenen Dienstags.