ERSTE

ERSTE | 06.09.2020 gg. SV Fortuna Trebendorf 1996

Schützenfest zum Ligastart

Das lang ersehnte erste Heimspiel in der Landesklasse ist Geschichte. Unsere Erste hat sich in der neuen Spielklasse gleich mal eindrucksvoll vorgestellt. Am Ende stand ein deutlicher 8:1 Erfolg über den SV Fortuna Trebendorf auf dem Spielformular, der natürlich für eine von Glück und Freude über den Erfolg geschwängerte Atmosphäre nach dem Spiel sorgte. Am Ende muss man aber auch relativieren – die Mannschaft der Gäste hatte an diesem Tag nichts mit der Truppe zu tun, die die Trebendorfer über Jahre in der Landesklasse vertrat. Vielmehr war es ein Mix aus erster und zweiter Vertretung der Gäste, welcher sich trotz der drohenden, herben Niederlage stets sportlich fair verkaufte – auch im Umgang miteinander. Respekt!

Rammenau legte, wie auch schon im Pokal, los wie die Feuerwehr. Im Blickpunkt der Anfangsphase Marco Schlegel, der sich zweimal nicht entschlossen genug zeigte und so die ersten Chancen vergab. In der 15. Spielminute zeigte Cornelius Gries dann wie man es macht. Im Zentrum mit paar kurzen Pässen freigespielt, schlängelte er sich auch durch die letzten Verteidiger und schob die Murmel, kalt wie Hundeschnauze, durch die Hosenträger des Keeper’s (15′). 1:0 – na also. Der Jubel war noch nicht ganz verebbt, schon Griff der Stadionsprecher wieder zum Mikro – denn die Gäste glichen aus. Trebendorf brach auf der rechten Seite durch und brachte die Pille gefährlich ins Zentrum. Dort waren sich die zurück geeilten Verteidiger jedoch zu fein das Leder zur Ecke zu klären. Stattdessen kam Trebendorf auf links nochmal zum Abschluss, der von Markus Heine dann auch unhaltbar für Karl Henker im Tor abgefälscht wurde. 1:1, 16. Spielminute. Doch Rammenau ließ sich davon nicht beirren, dafür hatte man das Spiel zu sehr im Griff. Und dennoch hätte man nicht schlecht aus der verschwitzten Wäsche geguckt, wenn die Trebendorfer einen schnell ausgeführten Freistoß zur Führung genutzt hätten. Zum Glück für die Hausherren hob Hasanov den Ball aber am Tor vorbei (19′). Chancen die Führung wieder herzustellen gab es für Rammenau zu hauf. Hervorheben will ich aber mal eine die wahrscheinlich als Solche nicht beabsichtigt war. Markus Heine flankte aus dem Halbfeld und das Ding wurde länger und länger. Am Ende landete die Kugel leider auf dem Netz, den Treffer hätte man ihm gern gegönnt. Schade. Auch danach hatte unsere Mannschaft weiter die Kontrolle, begünstigt auch durch einen verletzungsbedingten Wechsel bei der Fortuna. Die mit Hasanov einen Spieler vom Feld nehmen mussten, welcher die Edelweiße Verteidigung durchaus hätte beschäftigen können. Wechseln mussten auch unsere Hausherren zeitig. Patrick Herrmann machte passend zum langen Ball der Gäste einen langen Schritt und Griff sich anschließend an den lädierten und in die Jahre gekommen rechten Oberschenkel. In der 40. Spielminute nutzte Cornelius Gries einen Freistoß zur 2:1 Pausenführung. Dabei hat das Schlitzohr wohl weder Mauer noch Torwart als Hindernis erkannt und das Ding butterweich ins Torwarteck gelegt. Erleichterung und erfreutes zuprosten auf der Ehrentribüne.

Und dann ging es auch schon in die Pause, in der sich die Rammschen recht einig waren das es hier auf Sieg hinausläuft, wenn sie nochmal die Schlagzahl erhöhen und die vielzahl an Chancen endlich im Netz unterbringen. Gesagt getan. Schiri Jung hat wohl noch die Pfeife im Mu… ne, anders. Schiedsrichter Jung hatte gerade erst den zweiten Durchgang angepfiffen, schon zappelte der Ball im Trebendorfer Tor. Cornelius Gries – naklar – machte den Ball im 16er fest und legte dann für Patrick Jäkel ab, welcher wuchtig wie platziert zum 3:1 traf (46′). Wieder Jubel und spätestens jetzt Edelweiß fest im Sattel. Und sie ritten fröhlich weiter durch das Rammenauer Fichtestadion. Das 4:1 besorgte Kapitän Conrad Wähner höchstpersönlich, dem unter der Woche erneut das Vertrauen seiner Spielgefährten ausgesprochen wurde. Wieder war es Cornelius Gries der seinen Korpus zwischen Ball und Verteidiger schob und mustergültig die Kugel für seinen Antreiber zurecht legte (53′). Im Post-Match-Interview zeigte sich Conrad dann selbst hoch zufrieden und stolz, das er mit seinem gefürchteten rechten (Stand-) Fuß so präzise ins lange Eck abschließen konnte.
Eine Zeiger Umdrehung später mussten die Gäste den Ball wieder aus dem Netz fischen. Diesmal war Sturmtank Richard Schenk zur Stelle, der von links in der 16er zog und den Ball, gefühlvoll wie er sonst nur Zuhause ist, vorbei am nun ärmsten Mann auf dem Platz, zum 5:1 in die Maschen hob (54′).
Die Moral der Gäste spätestens jetzt gebrochen. Rammenau ließ die Zügel aber nicht locker und erspielte sich weiter Chance um Chance. Das 6:1 bescherte dann der eingewechselte Paul Groba. Lang hatte er an der Seitenlinie mit den Hufen gescharrt. Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung stach der pfeilschnelle Stürmer zu. Einen Pass in die Tiefe erreichte unser Laufwunder mühelos und schob gewohnt abgezockt ein (67′). In der Schlussphase kam dann auch Fabian Wagner noch zum Zug, der damit das erste mal Pflichtspiel-Luft im gelben Jersey schnupperte. Arbeitsnachweis: ein gelber Karton fürs Sammelalbum wegen einem taktischen Foul an der Mittellinie und ein blitzsauberes Tackling im 16er bei dem es auf jede zehntelsekunde ankam. Spielnote: 2+.

Die Schlussviertelstunde leitete Richard Schenk dann mit seinem zweiten Treffer ein. Als der Winkel schon recht spitz war, hat er die Pille trotzdem noch rein bekommen (75′). Spitzer wurde es dann nur fünf Minuten später, als Joe Wenzel seinen persönlich sehr verdienten Treffer machte. Als das ganze Stadion, auch der Gästekeeper, mit einer seiner gefürchteten wie präzisen Flanke rechnete, entschied sich Joe (bewusst oder unbewusst) den Ball klassisch über den Schlappen rutschen zu lassen (80′). 8:1! Und das war dann auch der Endstand. Verdienter wie es eigentlich nicht geht.

Und dennoch muss man es nüchtern betrachten. Das wird so nicht mehr passieren in dieser Liga! Den Trebendorfern wünschen wir für den restliche Spielzeit alles Gute und das sich der Kader schnell erholt.

Kommendes Wochenende ist erstmal Pause, bevor es eine Woche später zur nächsten Hürde nach Crostwitz geht.

Bleibt gespannt, denn es folgen auch diese Woche noch ein paar Schmankerl auf unserer Webseite.