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ERSTE | 24.10.2020 gg. Dresdner SC 1898

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Rammenau verliert Spiel und Cornelius Gries!

Es sollte ein herrlicher Ausflug in die Landeshauptstadt werden. 22 froh gesonnene Edelweiße machten sich am Samstag gegen 13 Uhr auf nach Dresden, ins Heinz-Steyer Stadion um gegen den Dresdner SC die Punkte 10,11 und 12 einzusammeln. Ein echtes Highlite-Spiel, was sich paar Jungs schon frühzeitig fett im Kalender markierten. Leider kehrte unsere Mannschaft am Ende ohne Punkte und mit einem Spieler weniger in die Heimat zurück. Cornelius Gries musste sich in der 2. Halbzeit ins Krankenhaus Dresden Friedrichstadt begeben und verkündeter der Mannschaft am Abend die bittere Diagnose – Schultereckgelenkssprengung! Langes Wort und noch viel längere Ausfallzeit. Cornelius kommt nächste Woche auf den OP-Tisch und steht uns damit lange Zeit nicht zur Verfügung! Sportlich, beruflich und privat natürlich nicht zu gebrauchen eine solche Verletzung!

Zum Spiel: Es war die erwartet harte Nuss. Dresden mit technisch guten Spielern bestückt, hatte Anfangs meist mehr die Kontrolle über den Ball. Erstmals gelang es nicht den Gegner in der eigenen Hälfte festzusetzen. Rammenau im Vergleich zur Vorwoche mit einigen Veränderungen in der Startelf. In der Offensive waren das Max Herrmann und Steven Dannhaus. Rechtsverteidiger war heute Thomas Berthold und auf der linken Abwehrseite musste Kapitän Conrad Wähner den erkrankten Tobias Berthold vertreten, sodass Cornelius Gries neben David Preuß auf der 6 zum Einsatz kam. Und die 6 ist das Stichwort. Denn in der 6. Spielminute brach jubel aus im weiten Rund! Lukas Gries flankte von Links, mit Rechts auf den langen Pfosten. Dort machte Marco Schlegel eine langes Bein und legte die Pille direkt ins Zentrum wo Cornelius Gries eingelaufen war und zur Führung für Edelweiß traf. Start nach Maß könnte man meinen. Doch die Führung brachte nicht die gewünschte Sicherheit und Überlegenheit ins Rammenauer Spiel. Stattdessen sah man sich gezwungen immer und immer wieder das Dresdner Aufbauspiel zu unterbinden. Das gelang zumindest lange „gut“. Auf der anderen Seite wagte man aber auch so einige Vorstöße, bei denen auch ein Hauch von Gefahr zu verspüren war. Einige Ecken gab es auch, so richtig zwingend war aber nur ein Schuss aus 16 Metern von Steven Dannhaus, den DSC-Keeper Ralph Schouppe über den Querbalken lenken konnte.
In der 20. Minute dann der erste Eingriff von Karl Henker, der einen Freistoß aus spitzem Winkel entschärfen musste. Wenig später landete dann fast ein Dresdner Klärungsversuch im eigenen Netz. Dannhaus brachte die Pille scharf vors Tor und der Verteidiger ließ sich das Leder über das Schienbein gleiten. Dem Raunen der Zuschauer folgte ein Eckball der nichts einbrachte. Edelweiß dann Mitte der ersten Halbzeit recht solide unterwegs. Mit zwei cleveren Freistößen hätte man durchaus die Führung ausbauen können, doch letztlich scheiterten die Versuche an der technischen Ausführung in der Box. In der 39. dann ein Freistoß für die Hausherren. Dem langen Ball aus gut 30 Metern folgte eine Kopfball-Ablage an den 5 Meterraum wo Martin Käseberg freistehend auf 1:1 stellen konnte. Und es sollte noch dicker kommen. In der 42. misslang am Strafraum ein Klärungsversuch nach dem anderen, letztlich konnte Franz Rösner mit Ball von links Richtung Tor ziehen und Karl Henker überwinden. 2:1 – erstmal schütteln.

Für den 2. Durchgang stellte Edelweiß um. Nun ging es mit einer Dreierkette weiter. Thomas Berthold und Lukas Gries wurden durch Joe Wenzel und Philipp Seidler ersetzt. Die Umstellung brachte auch den erhofften Schwung, Edelweiß nun mehr in der Dresdner Hälfte, wenn auch nicht alles gelang. Klare Chancen blieben Mangelware. Die Größte konnte Schouppe im DSC-Tor vereiteln. Nach einem starken Zuspiel von Steven Dannhaus und einer Ablage von Cornelius Gries kam Philipp Seidler wuchtig zum Abschluss, durfte aber nicht jubeln. Dresden in dieser Phase aufs Kontern aus. Das bot sich natürlich an, da Rammenau mehr Risiko ging und vermehrt Abspielfehler im Spielaufbau auftraten. Eine viertel Stunde vor Schluss musste dann Cornelius Gries das Feld verlassen. Von hinten einfach umgerannt, sackte Grieser zu Boden und signalisierte sofort das es nicht weiter geht. Zuschauer mit guten Ohren wussten da schon, dass da was Ernstes ist – denn das Knacken war gut zu hören. Grieser nahm anschließend den linken Arm in Schonhaltung und stapfte vom Platz. Das Spiel lief übrigens weiter bis der Ball dann mal den Weg ins Aus fand.
Die Schlussviertelstunde brach also an und Edelweiß musste nochmal mehr investieren. Die größte Chancen konnte wieder Seidler verzeichnen. Einen Freistoß auf den kurzen Pfosten legte er sich stark mit der Brust zurecht und kam aus der Drehung zum Abschluss, jedoch stand ihm ein Dresdner im Weg, der den Einschlag verhindern konnte. In den Schlussminuten dann auch Karl Henker in der Box des DSC, doch es half alles nichts. Stattdessen kam Dresden noch zweimal vor das Rammenauer Tor. Einmal hatte man noch Glück, das die Hausherren eine Einladung ablehnten. In der 2. Minute der Nachspielzeit dann aber doch das 3:1. Einen schnell ausgeführten Freistoß brachte Hänisch letztlich zum Endstand unter.

Edelweiß nun mit der 2. Niederlage in Folge im harten Landesklasse Alltag angekommen.
Zudem verlor man mit Cornelius Gries einen Spieler für lange Zeit, der so nicht zu ersetzen ist. Zumindest kann er sich erstmal seine Torquote nicht versauen.
Wir werden warten Grieser! Nicht wie in England zuletzt zitiert, wie eine gute Ehefrau. Nein! Wir werden warten wie eine Geliebte. Eine für das schnelle Vergnügen. Ein kaltes Radeberger in der Kabine zum Beispiel.

Erfreulich an dem Tag sicher nur, das wieder einige Edelweiß-Sympathisanten den Weg nach Dresden auf sich nahmen. Wem die Reiselust gepackt hat, darf uns gern auch am kommenden Wochenende mit nach Weißwasser begleiten.

Anstoß gegen den VFB Weißwasser 1909 ist am 31.10. | 14:00 Uhr, auf dem Kunstrasenplatz an der Muskauer Straße 120.

Auch der DSC stellt den Spieltag in Schrift, Bild und Video ausführlich hier dar: https://dresdner-sc.de/sportclub-dreht-rueckstand-und-erkaempft-sich-sieg-32804/

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ERSTE | Aufgebot für die Landesklasse Ost

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Unsere Burschen haben sich zum Saisonstart für das offizielle Mannschaftsfoto ins rechte Licht gestellt. Damit hier keine Fragen mehr aufkommen – gibt es zu jedem Gesicht auch einen Namen!
Ob für den Nach(t)tisch, fürs Büro, die Werkstatt oder als Weihnachtsgeschenk für die Liebste – wer sich das offizielle Mannschaftsfoto in Top Posterqualität sichern will, kann gern an uns herantreten. Ansonsten halten wir es wie immer und hängen uns das Ding in die Vitrine.

Mannschaftsfoto 2020-21 Edelweiß Rammenau

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ERSTE | 18.10.2020 gg. BSV 68 Sebnitz

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Edelweiß landet hart!

Das mit Spannung erwartete Topspiel der Landesklasse Ost zwischen unserem SV Edelweiß und dem BSV 68 Sebnitz ist Geschichte. Und um es vorweg zu nehmen, es fand auch einen Sieger, der leider nicht Rammenau hieß. Doch der Reihe nach!

Zwei Wochen hatten die Rammschen Zeit ihre Wunden zu lecken und haben das erfolgreich gemeistert. Von der Bauchmuskelzerrung bis zum Infekt war alles dabei. Aber die meisten Wehwehchen waren pünktlich ausgestanden. Schon zum Wochenstart flatterten 19 Zusagen ins Trainerbüro, darunter auch Last Minute Neuzugang Steven Dannhaus.
Unter der Woche war neben unseren Spielern dann auch unser Greenkeeper gefordert. Im sonst so blauen Himmel über Rammenau zogen die Regenwolken ihre Kreise, mit dem Resultat, dass die Rammenauer Spielwiese reichlich Wasser aufnehmen musste.

Kalt geduscht wurde dann auch am Spieltag, denn Edelweiß geriet früh in Rückstand. Rammenau war gerade dabei sein Spiel aufzubauen, – hoch stehen, konsequente Zweikämpfe und das Spiel in des Gegners Hälfte verlagern, schon drehte Sebnitz am blauen Regler. Mit dem ersten Vorstoß über rechts, einer mustergültigen Flanke und einer Kopfballablage auf den völlig blanken Gabor Zirkel, gingen die Gäste früh in Führung (3′). Ein Muster wie es sich wiederholen sollte.
Die Chance zum Ausgleich bot sich allerdings schon wenige Minuten später. Einem Sebnitzer Spieler sprang der Ball im 16er an die Hand und Schiedsrichter Kotte zeigte auf den Punkt. Klares Ding – eine von allen Parteien angenommene Entscheidung. Rammenau – Elfmeter. Da war doch was. Der letzte Versuch von Cornelius Gries in Crostwitz war gescheitert, so das Conrad Wähner zur Tat schritt. Mit allem was der linke Huf so her gab jagte Conrad die Mulle jedoch ans Gebälk. Chance vertan! Edelweiß gelang es dennoch sich zu schütteln und hielt die Gäste größtenteils in der eigenen Hälfte. Zwar erarbeitete man sich eine Vielzahl von Ecken, bislang ja ein bewährtes Mittel im Rammenauer Spiel, aber so richtig zwingend wurde es nicht im Sebnitzer Strafraum.
Der nächste Aufschrei und Wunsch auf Handelfmeter ließ auch nicht lang auf sich warten, doch diesmal blieb des Schiris Werkzeug stumm. Im Anschluss dann die erste Gries’sche Kombi. Die Flanke von Lukas rutschte Cornelius jedoch über den Scheitel, sodass Tobias Berthold nochmal von links in den 16er drang und den nun blanken Cornelius Gries bediente. Unser Ex-Profi bekam aber den Schlappen nicht richtig hinter den Ball, sodass auch diese Chance ungenutzt blieb.
Edelweiß im weiteren Spielverlauf bemüht, aber von Zeit zu Zeit wurde klar, dass heute paar Prozente fehlten. Und Sebnitz? Die schauten sich die Rammenauer Bemühungen an und suchten ihr Glück mit vereinzelten Kontern. Mal mehr und mal weniger erfolgreich. In der 40. Spielminute dann das 0:2. Wieder über rechts, wieder mit dem Pass in den Rückraum. Diesmal bedankte sich Tobias Schulz artig für seine Freiheiten und schob ein. Und 4 Minuten später das selbe Spiel – nur das nun Michael Kunze den Querpass vollendete und unsere Jungs mit einem satten 0:3 in die Kabine schickte. Halbzeit!

Für den zweiten Abschnitt hatte sich Rammenau nochmal berappelt. Zum Start gab’s gleich eine Serie an Ecken. Aber Standards waren heute nicht so die große Nummer. Größer war da schon die Fehlerquote, an der maximal und naturgemäß Sebnitz die meiste Freude hatte. Die Jungs aus der Grenzstadt blieben ihrer Linie treu. Bälle abfangen und paar Konter anstoßen. Und nach bekanntem Muster wurde den Hausherren dann in der 54. Minute sehr schmerzhaft und endgültig der Zahn gezogen. Flanke von Links, der Ball küsst die Latte und landet auf Rechts bei einem Sebnitzer. Nun ließ sich wieder völlig freistehend Michael Kunze im Zentrum bedienen und stellte auf 0:4. Rammenau nun geschlagen, von Sebnitz und vor allem von seiner eigenen Fehlerquote. Was dann blieb, war der verzweifelte Versuch den knapp 250 Zuschauern noch ein eigenes Tor zu servieren. Doch bis auf 1-2 Versuche per Kopf von Cornelius Gries, die Oppitz im Sebnitzer Tor jedoch nicht forderten, kam nicht viel zustande. Als dann Marco Schlegel kurz vor Ultimo noch einen Hunderter im 5-Meterraum liegen lies war allen klar, dass Rammenau heute gar nichts treffen wird. So war das einzige was den Gästen an diesem Tag weh tat Richard Schenk´s Knoblauch Fahne, für die er nach eigenen Angaben mehrfach gelobt wurde – trotz zügigem Herbstwind. Sebnitz schwächte sich dann noch selbst mit einer Ampelkarte wegen 2 mal Meckern (Kiste!), was aber keinen Einfluss auf das Spielgeschehen haben sollte.

Nach dem guten Start in die Saison also nun der erste herbe Dämpfer für unsere Jungs. Eine Niederlage mit vielen Erkenntnissen. Sebnitz heute eiskalt im Bestrafen von Fehlern, von denen es im Rammenauer Spiel heute zu viele gab. Das positivste an diesem Tag sicher die tolle Kulisse, der wir im nächsten Heimspiel dann wieder ein besseres Spiel bieten möchten!
Jetzt heißt es Mund abputzen und Fehler analysieren. Am Samstag geht es erstmals in die Landeshauptstadt zum DSC, dort wird es nicht leichter!
Gespielt wird im altehrwürdigen Heinz-Steyer-Stadion, Anstoß 15 Uhr!

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ERSTE | 03.10.2020 gg. FC Stahl Rietschen-See

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Edelweiß sammelt weiter fleißig Punkte!

Am 4. Spieltag ging die (weite) Reise für unsere Jungs zum FC Stahl Rietschen-See. Wie zu erwarten gab es erstmals keine Schwierigkeiten bei der Kader-Nominierung. Coach Gräfe standen vom sonst so üppigen Kader an diesem Tag ganze 15 Spieler zur Verfügung, die allesamt top motiviert und vorbereitet, behutsam ihre nagelneuen Sporttaschen im Mannschaftsbus deponierten.

Nach einer guten Stunde Fahrt in Rietschen angekommen, griffen gleich die Mechanismen. Ausladen, umziehen und raus aufn Platz – die trägen Körper in Schwung und auf Temperatur bringen. Kurz vor Anpfiff ging´s dann noch mal rein, Nicki´s anziehen und nochmal Heiß machen – alles gewohnte Abläufe.Punkt 15 Uhr war dann auch alles angerichtet. Zumindest war alles bereit, was man so brauch. Die Heimelf stand parat, die Schiedsrichter hatten ihre Positionen eingenommen und auch die Zuschauer hatten es sich bequem gemacht. Nur Edelweiß fehlte, die hatten den Pfiff nicht gehört, wie sich nachher herausstellte.

Klassisch verschlafen könnte man meinen, doch weit gefehlt. Als der Ball dann lief war Rammenau gleich hellwach. Wie so oft drängte man schon früh den Kontrahenten in die eigene Hälfte um die Richtung anzuzeigen. In der 5. Minute sprang dann auch ein Eckball für gelb heraus und wie wir alle wissen, Edelweiß mag Standards in diesem Jahr. Zunächst ging dem Objekt der Begierde jedoch die Luft aus, was Lukas Gries monierte und ein prall gefülltes Austausch-Modell zur Ausführung des Eckballs gereicht bekommen hat. Und der erste Tritt hat gesessen. Bruder Cornelius lief ein und hielt den Schädel hin. Ecke Gries – Tor Gries! Das gab es zuletzt im Jahre 2004, auf der Playstation 2, an einem kalten Herbstnachmittag im Burkauer Kinderzimmer. 1:0, Jubel bei Edelweiß und den 6 Mitgereisten! Und Rietschen-See? Die hätten ein Minute später beinahe ausgleichen können, ebenfalls per Ecke, letztlich fehlte es allerdings an Präzision im Abschluss.

Und munter ging es weiter. Einsatzfreudig und giftig im Zweikampf ließ man der Heimelf kaum Zeit die frische Spätsommer Luft zu genießen. Folgerichtig fiel dann auch das 2:0 für Rammenau. Richard Schenk kam nach einer Passfolge im 16er zu Fall, das obligatorische „EEEEY!“ war noch nicht ganz verhallt, schon war Paul Groba am Leder, zog zur Grundlinie und bediente den eingelaufenen  Cornelius Gries – 2:0, 20. Spielminute! 7. Pflichtspieltreffer für unseren Sommerneuzugang, der so langsam die letzten Zweifel an seine Verpflichtung beseitigt.

Doch Rietschen steckte nicht auf, mit einigen Pässen in die Tiefe oder über die Außen kamen sie durchaus vor das Rammenauer Tor. Doch Henker im Gehäuse musste selten zupacken. Edelweiß blieb ebenfalls gefährlich. Einmal ging Paul Groba steil als Conrad Wähner ihn auf die Reise schickte. Leider blieb diese Chance ungenutzt, so dass der Gastgeber weiter hoffen durfte.
Dann gab es gelb für Herrmann. Und da kommen zurecht Fragen auf.
Von den 3 potenziellen Kandidaten die auf diesen Namen hören stand zu
diesem Zeitpunkt nämlich keiner auf dem Platz. Mannschaftsleiter Tino
bleibt außen vor. Die Ruhe in Person saß wie gewohnt mit dem Sani-Kasten
griffbereit auf der Bank und wartete auf seinen Einsatz. Max Herrmann, der einzige des Trios der an diesem Tag Spielerkleidung trug fällt ebenfalls raus – der tut keiner Fliege was. Bleibt also nur Oberschenkelpatient
Patrick, der sich gewohnt lautstark um Mannschaftstaktische Dinge
kümmerte, in dem Moment aber offensichtlich in falscher Tonlage
dem Schiedsrichter seine Verbesserungsvorschläge übermittelte. Bereits der
zweite Karton den wir auf diese Weise kassierten – das muss abgestellt werden!

In der 37. Spielminute fiel der Anschlusstreffer für den FC Stahl. Geschwindigkeitsvorteile auf der rechten Abwehrseite mündeten in eine flache Eingabe auf den kurzen Pfosten, wo Eric Henning einlief und den Ball unters Dach setzte. Ärgerlich, aber nervös machte das die Rammschen nicht und so ging es mit dem knappen Vorsprung in die Kabine.

Der zweite Durchgang war intensiv, vor allem für den Rammenauer Verteidigungsverbund, der zunehmend unter Druck geriet, dem aber durchaus gefällig stand hielt. Lobend erwähnen muss man hier Tobias Berthold. Bekannt für den ein oder anderen kopflosen Zweikampf ging er in diesem Spiel äußert souverän und konzentriert zu Werke. Kandidat für die Top-Elf! Und auch der Rest der Viererkette machte seine Sache gut. Die zweite Halbzeit ließ nicht viel Raum für schönen Fussball. Edelweiß sah sich mehr und mehr gezwungen die Bälle lang zu schlagen. Rietschen stand hoch und machte ordentlich Druck auf den Ballführenden. Daraus ergaben sich aber auch Räume zum Kontern für Rammenau, die oft nicht gut zu Ende gespielt wurden und der Gegner gleich wieder am Ball war. Also blieb es spannend. Auf der anderen Seite knallte es zweimal in höchster Not. Doch Michael Petzold und Tobias Berthold klärten die Situationen jeweils sauber, indem sie vor dem Gegner am Ball waren. Und dann kam er auch zum Einsatz – Tino Herrmann. Tobias hatte bei seinem Tackling ganz schön auf die Socken bekommen, die im Anschluss eine Abkühlung brauchten. In der 80. Minute dann endlich das erlösende 1:3. Über rechts wurde Paul Groba geschickt und ging in die Box, wo ihn schon bald der Hüter der Hausherren erwartete. Und plötzlich ging es hin und her – drunter und drüber. Der Ball landete dann bei Max Herrmann der dem Kauderwelsch ein Ende setzte. 4 Rietschener am Boden und unser Stürmer fummelte die Pille irgendwie zwischen den Verteidigern vorbei ins Glück. 1:3. Das setzte natürlich auch die letzten Kräfte in der Verteidigung frei. IV-Duo Petzold und Pötschke hatten den Laden im Griff, und wenn doch mal einer durchkam war Karl Henker auf dem Posten.

Mit Markus Schulze und Franz Müller hatten dann auch noch zwei frische Kräfte ihr Landesklasse Debüt gegeben, die den Karren mit über die Linie zogen. In der Schlussphase bespielte Marco Schlegel den sich nun weiter öffnenden Raum. Franz Müller war auf der rechten Bahn gestartet und legte das Ding 20 Meter vor dem Tor quer auf Max Hermann, der die Murmel am lange Pfosten jedoch vorbei schob. „Das nächste Mal schieß ich selber“, kommentierte der Jungspund die Aktion nach dem Spiel. Mach das Franz!

Wie das Spiel begann so endete es auch. Mit einem Standard und 2x Gries. „Spiel mir in den Fuß“, befahl Cornelius den Einwerfenden Lukas und dieser gehorchte sofort. Danach drehte der gewiefte Allrounder auf und schlug den Ball ein letztes Mal hinter die Abwehrkette. Marco Schlegel wusste wo der Hase hin kommt, lief ein, nahm an und vollendete eiskalt zum 1:4 Endstand (89′).

Danach war auch recht zügig Schluss. Edelweiß fuhr zufrieden nach Hause und freut sich nun auf den Kracher gegen den BSV 68 Sebnitz.
Anstoß 18.10.2020 | 15 Uhr in Rammenau!

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ERSTE | 27.09.2020 gg. Königswarthaer SV

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Spiel gedreht – Sieg eingefahren!

Am 3. Spieltag der noch jungen Saison in der Landesklasse Ost war der Königswarthaer SV im Fichte-Stadion zu Gast.
Nach der bitteren Pille aus der Vorwoche waren sich alle Beteiligten einig, dass man zwingend im Torabschluss wieder zu alter Stärke zurückkehren muss. Sonst wird es mit der Punktausbeute eher mau – egal gegen Wen es geht.

Personell musste man ein bisschen das Karussell andrehen. Die vergangenen Wochen haben schon ein paar Spuren hinterlassen – in erster Linie natürlich in der Mannschaftskasse. Joe Wenzel´s Spitzzüngigkeit und die damit verbunden Rote Karte inklusive Sperre aus dem Crostwitz-Spiel, brachte die erste große Summe ins schwarz-gelbe Sparschwein. Cash – ohne Quittung – so will es der Strafenkatalog!
Außerdem war Philipp Seidler nicht im Aufgebot. Der wohl in den Kontaktkreis eines potenziell Virus infizierten geriet und deshalb von der Behörde zur Heimarbeit verpflichtet wurde.
Neben Wenzel und Seidler rutschte auch Patrick Herrmann aus der Startelf, dessen Oberschenkel sich scheinbar als erstes Körperteil so langsam an das doch schon fortgeschrittene Alter des ansonsten geistig jung gebliebenen Bäcker Sohnes erinnert. Außerdem fehlte Daniel Hauswald, der nach wie vor an einer Sprunggelenksverletzung laboriert.
Mit einem Verletzten machen wir auch gleich weiter – Fabian Wagner. Der Junge wird uns leider einige Monate auf dem Platz fehlen. Fabi zog sich während einer Trainingseinheit ohne Fremdverschulden – Gruß an die Krankenversicherung – einen Kreuzbandriss zu und wird auf unbestimmte Zeit nicht mit Ballsportarten in Kontakt kommen. Come back stronger – sagen da die Profis immer und wir auch!

Zum Spiel: Neu rein gewürfelt in die Startelf wurden also für die drei genannten Thomas Berthold, Marco Schlegel und David Preuß.
An der Herangehensweise unserer Jungs änderten die personellen Umstellungen jedoch nichts. Früh wollte man den Gästen klar machen, dass es hier nicht viel zu holen gibt und der eigene 16er zum Schutzgebiet erklärt wurde! Das gelang auch teilweise, neben ein paar missglückten Flanken des KSV kam lange nicht viel an bei unserer Nummer 1 Karl Henker.
Ihm gegenüber ging es da nicht sooo viel anders, auch wenn unsere Edelweißen das ein oder andere Mal zum Abschluss kamen.
So richtig Stimmung kam dann in der 30. Minute in die Begegnung. Zum Entsetzen der Gelbhemden entschied sich Schiedsrichter Grader für Elfmeter für die Gäste. Vorausgegangen war ein Ballgewinn und ein Angriff über die linke Abwehrseite. Wer dann zuerst die flache Hereingabe erreichte – darüber stritten sich zunächst die Protagonisten. Augenzeugen berichteten im Nachgang das Kapitän Wähner wohl zu Fall gebracht wurde um anschließend überfallen zu werden. Sei es wie es sei. Grader entschied auf Foulelfmeter und Schidun legte die Pille seelenruhig am abtauchenden Karl Henker vorbei zur 1:0 Gästeführung ins Netz. Nachdem sich unsere Jungs dann geschüttelt hatten legten sie den Schalter wieder auf Angriff. Aber weder der Kopfball von Thomas Berthold, nach Flanke von Schlegel, noch die beiden schön vorgetragenen Angriffe über links, die Richard Schenk zum Abschluss brachte, fanden den Weg ins Glück. Und so ging es erstmal ohne Edelweißes Erfolgserlebnis in die Kabine.

Von dort zurückgekehrt arbeiteten unsere Jungs dann zügig an der Wende. Und die gelang. In der zunehmend von Zweikämpfen geprägten Partie, gab es nun mehr und mehr Freistöße. Und wer hätte gedacht, dass das mal eine Rammenauer Spezialität wird?!
52. Spielminute: Freistoß aus dem rechten Halbfeld. Den Atem des Coaches im Nacken, trat Conrad Wähner beherzt an die Mulle und die segelte zügig wie präzise an den Gäste 5er. Dort prallte der Ball zurück in Richtung 11m Punkt, wo David Preuß gerade aus dem Sitzen aufstand und gefühlvoll ins rechte Eck einköpfte. Warum er da gesessen hat – keine Ahnung. Kann er aber wieder so machen. Nur 4 Minuten später ein ähnliches Bild auf der linken Bahn. Diesmal trat Thomas Berthold das Leder Richtung Box, wo sich beide Parteien nun an der 16er Kante tummelten. Richtig antizipiert hat aber nur einer – Cornelius Gries! Der lief nämlich gefühlt als einziger ein und streichelte die Kugel mit seiner Birne zur 2:1 Führung ins Netz. Jubel!
In der Folge war Rammenau natürlich bemüht die Gäste in der ihnen zugeteilten Hälfte zu beschäftigen. Dazu wurden natürlich auch frische Kräfte eingesetzt. Mit Max Herrmann und Paul Groba hat Coach Gräfe dann auch noch ein goldenes Händchen bewiesen.
Beide schonten sich nicht und belohnten sich in der Schlussphase dann noch selbst. Zunächst erlief sich Paul Groba eine laaaangen Abschlag von Henker, bei dem die KSV Abwehr sich uneins war. Paul ging dazwischen und überlupfte den heraus geeilten Keeper. Wieder lag man sich glückselig in den Armen und es sollte noch ergreifender werden. Im Mittelfeld fing Markus Heine den Ball ab und leitete über die rechte Seite den Angriff ein. Michael Petzold machte sich dort in die Spur und der drahtige Mittdreißiger zog agil in den 16er. Der gezielte Pass in den Rückraum fand Tobias Berthold, der den wegrutschenden Verteidiger rechts liegen ließ und die linke Klebe auspackte. KSV Keeper Schindler konnte den Flachschuss nur klatschen lassen und da war er – Max Herrmann! Ein Tor wie es billiger nicht geht, aber für die geschundene Seele enorm wichtig. Max nutze die Corona Pause zum Auskurieren einer Sprunggelenksverletzung. In den ersten Tagen der Vorbereitung krachte es aber erneut. Diesmal mit Lieblingsarbeitskollege Lukas Gries. Ein Zweikampf, wie er sonst wahrscheinlich nur am Buffet bei der Weihnachtsfeier des Landratsamts geführt wird. Daraus resultierte jedenfalls die nächste Verletzung – dieses Mal erwischte es das Knie. Jetzt ist Max zurück, trug sich mit dem 4:1 in den Spielberichtsbogen ein und stellte damit den Endstand her. Super Sache!

Dann war auch gleich Schluss und die Jungs holten sich ihren verdienten Beifall ab. Mit ner Wurst und paar Pils endete dann der frische Herbstsonntag. Ein schöner Tag – Edelweiß hatte ja schließlich gewonnen.

Einen bzw. zwei Wermutstropfen gab es aber trotzdem. Mit Henning Nowotny (Schulter) und Patrick Jäkel (Sprunggelenk) musste auf beiden Seiten je ein Akteur mit mindestens mittelschweren Verletzungen die Partie vorzeitig beenden. Wir wünschen eine schnelle Genesung den beiden Jungs!

Jetzt wird sich für die kommende Aufgabe präpariert. Am Samstag geht es zum FC Stahl Rietschen-See, Anstoß 15 Uhr.